Ratgeber

Drachenhöhle auf Mallorca: so läuft der Besuch, und so schneiden Hams, Artà und Génova ab

Drachenhöhle in Porto Cristo: Ablauf, Konzert am Martel-See, Reservierung, Preise und Vergleich mit Hams, Artà und Génova. Praktische Tipps für deinen Besuch.

Aktualisiert am 22. Oktober 2026 · 9 Erlebnisse im Vergleich

In den Drachenhöhlen, Mallorca
Foto: Sergiy Galyonkin from Raleigh, USA · CC BY-SA 2.0

Die Drachenhöhle (Cuevas del Drach) in Porto Cristo, Gemeinde Manacor, ist die meistbesuchte Höhle Mallorcas. Der Rundgang führt über rund 1,2 Kilometer durch Tropfsteingalerien bis zum Martel-See, einem unterirdischen See, auf dem ein kurzes Live-Konzert gespielt wird. Der Einlass erfolgt zu festen Zeiten, die Höhle ist ganzjährig geöffnet und eine der besten Optionen für Regentage.

In diesem Ratgeber liest du, wie der Besuch abläuft, wann es am wenigsten voll ist, welche Preise unsere Einträge nennen und wie die Drachenhöhle im Vergleich zu den anderen Schauhöhlen der Insel abschneidet: Coves dels Hams, Coves d'Artà und Cuevas de Génova. Am Ende findest du Ideen für den Rest des Tages an der Ostküste.

Wie läuft ein Besuch in der Drachenhöhle ab?

Du steigst in die Galerien hinab und folgst einem Weg von rund 1,2 Kilometern zwischen Stalaktiten und Stalagmiten. Am Ende liegt der Martel-See. Dort nehmen die Besucher auf Stufenrängen Platz und hören ein kurzes Live-Konzert. Diesen Moment behält jeder in Erinnerung.

Eine unserer Quellen rechnet mit etwa 90 Minuten inklusive Ankunft und Wartezeit, der Eintrag nennt anderthalb bis zwei Stunden. Die Einlasszeiten sind fest, die Gruppen groß; ein intimer Besuch ist es nicht. Unser Eintrag bewertet das Andrang-Risiko als sehr hoch. Laut unserem Eintrag wird der Besuch auf Spanisch, Englisch und Deutsch angeboten.

Körperlich ist der Besuch nicht anstrengend, es gibt aber Treppen und der Boden kann feucht sein. Trage geschlossene Schuhe mit gutem Profil.

Muss man reservieren? Wann es am leersten ist

Ja, eine Reservierung ist ratsam. Die Einlasszeiten sind fest, und in der Hochsaison sind die ersten Termine des Tages und die am Vormittag schnell vergeben. Wer vorab bucht, bekommt die gewünschte Uhrzeit und spart sich die Schlange an der Kasse.

An Regen- oder Windtagen hat die halbe Insel dieselbe Idee, und die Höhle ist voll. Wenn es dein Plan zulässt, heb dir den Besuch für einen sonnigen Tag ohne Strandlust auf oder komm ganz früh oder spät. In der Nebensaison ist es deutlich ruhiger, der Rundgang ist derselbe.

Drach, Hams, Artà oder Génova: welche Höhle passt?

Die Drachenhöhle ist die umfangreichste und die vollste: langer Weg, See und Konzert. Die Coves dels Hams, wenige Minuten entfernt ebenfalls in Porto Cristo, sind kleiner, immer geführt und mit audiovisueller Show; laut ADAC gibt es ein Kombiticket mit Dinosaurland. Eine gute Wahl, wenn die Drachenhöhle ausgebucht ist oder kleine Kinder schnell müde werden.

Die Coves d'Artà in Canyamel beeindrucken mit sehr hohen Sälen und ihrer Lage direkt am Meer. Besuche sind immer geführt, in Gruppen von 35 bis 45 Minuten, mit Führung in mehreren Sprachen; für Rollstühle nicht empfohlen. Die Cuevas de Génova in Palma sind die kurze Stadtvariante: laut einigen Quellen 20 bis 30 Minuten, kleine Gruppen, erreichbar mit Bus 46 ab Plaza de España. Mit Rollstuhl oder Kinderwagen nicht zugänglich.

Kurz gesagt: Wer nur eine Höhle sieht, nimmt die Drachenhöhle. Wer im Nordosten wohnt, Artà. Wer Palma nicht verlässt, Génova. Für einen kurzen Abstecher in Porto Cristo, Hams.

Wie kommt man zur Drachenhöhle?

Die Höhle liegt in Porto Cristo an der Ostküste, Gemeinde Manacor. Mit dem Auto bist du am flexibelsten, gerade wenn du den Besuch mit einer Bucht oder einem anderen Ziel in der Nähe verbindest. Im August plane bis zur Einlasszeit großzügig Puffer ein.

Ohne Auto bieten mehrere organisierte Ausflüge im Osten die Höhle an oder lassen sie dazubuchen. Die Cabrio-Bus-Tour von Click Mallorca ab Cala Ratjada, Cala Mesquida und Canyamel etwa lässt 90 Minuten Freizeit in Porto Cristo und bietet den Eintritt zur Drachenhöhle als Extra. Laut unserem Eintrag gibt es auch Tagesausflüge ab Palma, die Drach und Hams kombinieren; prüfe, welche Eintritte enthalten sind.

Mit Kindern und eingeschränkter Mobilität

In unserer Bewertung gehört die Drachenhöhle zu den familienfreundlichsten Zielen: geringe Anstrengung, überdacht und mit einem Finale, das Kinder fesselt. Schwierig für die Kleinen sind eher Wartezeit und Gedränge; wähle einen frühen Termin und nimm Wasser mit. Für sehr kleine Kinder sind Hams oder Génova kürzer.

Bei der Barrierefreiheit stuft unser Eintrag die Drachenhöhle als teilweise zugänglich ein. Artà und Génova sind nicht rollstuhlgerecht, Génova auch nicht mit Kinderwagen. Bei eingeschränkter Mobilität frag vorab bei der Höhle nach, welche Abschnitte machbar sind.

Was man in der Nähe der Drachenhöhle unternehmen kann

Im Hafen von Porto Cristo startet der Glasboden-Katamaran von Mallorca Sea Paradise: 1,5 Stunden vorbei an Cova dels Pirates, Cala Romántica, Cova dels Coloms und Cales Varques oder 2 Stunden mit Badestopp. Unser Eintrag nennt 28 Euro pro Erwachsenem für die kurze Route. Lässt sich ideal mit der Höhle an einem Tag verbinden.

In Manacor liegt das Rafa Nadal Museum Xperience laut einem zitierten deutschen Reiseführer rund 15 Autominuten entfernt, mit einem interaktiven Bereich, in dem Kinder Sportarten ausprobieren. Wer lieber aufs Wasser will: Roig bietet etwa zweistündige Kajak- oder SUP-Touren an der Ostküste mit Halt an einer Meereshöhle und Schnorcheln in der Cala Morlanda, ab 49 Euro. Weiter nördlich lockt das Castell de Capdepera mit Burgmauern und Blick über den Osten.

Ein runder Tag an der Ostküste: Vorschlag für den Ablauf

Vormittag: früher Einlass in der Drachenhöhle, wenn die Gruppen kleiner sind. Mittag: Essen in Porto Cristo und bei ruhiger See der Glasboden-Katamaran Richtung Cales Varques. Nachmittag: mit Kindern das Rafa-Nadal-Museum in Manacor; wer Aussicht sucht, fährt zum Castell de Capdepera und schaut von den Mauern auf die Küste.

Regnet es den ganzen Tag, ersetze das Boot durch eine zweite Höhle: Hams liegt direkt in Porto Cristo, Artà in Canyamel ist mit dem Auto nicht weit. So kommst du auf zwei Besuche im Trockenen, ohne die Insel zu durchqueren.

Was kostet der Eintritt?

Für die Drachenhöhle weichen die Quellen in unserem Eintrag leicht ab: Ein Wiederverkäufer nennt 15 Euro pro Erwachsenem, ein anderer 16,50 Euro online und 17,50 Euro an der Kasse. Für Hams lagen die gesehenen Preise bei 17 bis 18 Euro, für Artà bei 15 bis 17 Euro. Génova erscheint mit 12 Euro pro Erwachsenem und 7 Euro für Kinder von 3 bis 11 Jahren.

Das sind Richtwerte, keine offiziellen Tarife. Prüfe den aktuellen Preis vor dem Besuch im Eintrag oder auf der Website der jeweiligen Höhle und achte auf Kinderermäßigungen oder Kombitickets.

Häufige Fragen

Wie lange dauert der Besuch der Drachenhöhle?

Rechne insgesamt mit anderthalb bis zwei Stunden, inklusive Ankunft, Wartezeit und Konzert am Martel-See. Der Rundweg ist rund 1,2 Kilometer lang.

Was ist besser, Drachenhöhle oder Hams-Höhle?

Die Drachenhöhle ist größer und hat den See mit Konzert, ist aber sehr voll. Hams ist kürzer, immer geführt und bietet eine audiovisuelle Show. Wer nur eine besucht, wählt Drach; wer es kurz mag oder keine Drach-Tickets mehr bekommt, Hams.

Kann man die Drachenhöhle im Winter besuchen?

Ja. Laut unserem Eintrag ist die Höhle in allen Monaten geöffnet. Im Winter ist weniger los, der Rundgang ist derselbe; es kann aber weniger Einlasszeiten geben, bitte vorher prüfen.

Ist ein Regentag eine gute Idee?

Bei Regen ideal, weil überdacht, aber viele denken genauso. Reserviere an Regentagen so früh wie möglich und komm gleich morgens. Hams, Artà und Génova sind ebenso trockene Alternativen.

Welche Kleidung und Schuhe sind sinnvoll?

Geschlossene Schuhe mit gutem Profil, da es Treppen und feuchte Stellen gibt. Eine leichte Jacke ist praktisch, wenn du direkt vom Strand kommen. Spezielle Ausrüstung braucht es nicht.

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